Vorbereiten
Aktuelle BWA, Vorjahresvergleich, SuSa, OPOS und Bankstände bereitlegen.
Der Praxisbegleiter für Unternehmer: Zahlen einordnen, Warnsignale erkennen und nächste Schritte festhalten.
Das Arbeitsbuch übersetzt die Kursinhalte Schritt für Schritt auf Ihre eigene BWA. Planen Sie nach jeder Lektion etwa 10 bis 15 Minuten für die zugehörige Aufgabe ein.
Aktuelle BWA, Vorjahresvergleich, SuSa, OPOS und Bankstände bereitlegen.
Nicht nur Werte übernehmen, sondern Abweichungen und mögliche Ursachen notieren.
Jede Auswertung mit einer konkreten Maßnahme oder einer klaren Frage abschließen.
Dieses Arbeitsbuch vermittelt allgemeine Grundlagen und ersetzt keine individuelle steuerliche, rechtliche oder betriebswirtschaftliche Beratung. Beispielwerte sind ausschließlich illustrativ.
Sechs Module führen von der ersten Einordnung bis zu einer wiederholbaren monatlichen Entscheidungsroutine.
Aussagekraft und Grenzen
Aufbau und zentrale Positionen
Ergebnis und Liquidität
Trends und Warnsignale
Steuern und Liquidität
Routine und Maßnahmen
Bevor Sie Kennzahlen bewerten, prüfen Sie die Datenbasis. Eine unvollständige Buchhaltung kann ein überzeugendes, aber falsches Bild erzeugen.
Eine belastbare Analyse entsteht meist erst aus mehreren Auswertungen für denselben Zeitraum.
Wie entwickeln sich Erträge, Aufwendungen und das vorläufige Ergebnis?
Welche Kontenbewegungen und Salden stecken hinter den verdichteten Positionen?
Welche Forderungen und Verbindlichkeiten sind noch nicht ausgeglichen?
Welche Mittel sind tatsächlich verfügbar oder bereits gebunden?
Ordnen Sie die wichtigsten Positionen in vier Ebenen. So erkennen Sie schneller, an welcher Stelle eine Veränderung entsteht.
Umsatzerlöse und Bestandsveränderungen
Leistung abzüglich Waren- und Materialeinsatz
Rohertrag abzüglich betrieblicher Kosten
Ergebnis nach weiteren betrieblichen Positionen
Umsatzwachstum ist nur dann wertvoll, wenn genügend Rohertrag zur Deckung der übrigen Kosten verbleibt.
| Kennzahl | Aktuell | Vorjahr | Plan | Abweichung |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | ||||
| Wareneinsatz / Fremdleistung | ||||
| Rohertrag | ||||
| Rohertragsquote |
Bewerten Sie nicht nur absolute Kosten, sondern auch deren Verhältnis zum Umsatz und die Ursache der Veränderung.
| Kostenart | Aktuell | Vorjahr | Quote | Ampel |
|---|---|---|---|---|
| Personal | ||||
| Raum | ||||
| Marketing / Vertrieb | ||||
| Fahrzeuge | ||||
| IT / Software | ||||
| Beratung | ||||
| Sonstige Kosten |
Gewinn ist nicht automatisch verfügbare Liquidität. Überleiten Sie das BWA-Ergebnis auf die Veränderung Ihrer Bankbestände.
Markieren und beziffern Sie die wichtigsten Liquiditätstreiber außerhalb der Erfolgsrechnung.
Noch nicht bezahlte Kundenrechnungen
Einkauf und Lageraufbau
Maschinen, Fahrzeuge, Ausstattung
Rückzahlung von Darlehen
Private Mittelabflüsse
Voraus- und Nachzahlungen
Ein einzelner Monat kann täuschen. Vergleichen Sie kumulierte Werte, Vorjahreszeiträume und Planwerte.
| Kennzahl | Monat | Kumuliert | Vorjahr kumuliert | Plan | Trend |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | |||||
| Rohertragsquote | |||||
| Personalkostenquote | |||||
| Betriebsergebnis | |||||
| Forderungsbestand | |||||
| Liquidität |
Bewerten Sie jedes Signal. Ein roter Punkt ist kein Urteil, sondern ein Auftrag zur Ursachenklärung.
Rohertragsquote sinkt trotz stabiler Umsätze
○ Grün○ Gelb○ RotKosten wachsen schneller als der Umsatz
○ Grün○ Gelb○ RotVorläufiges Ergebnis verschlechtert sich wiederholt
○ Grün○ Gelb○ RotOffene Forderungen steigen deutlich
○ Grün○ Gelb○ RotLiquidität sinkt parallel zum Ergebnis
○ Grün○ Gelb○ RotBWA ist regelmäßig verspätet oder unvollständig
○ Grün○ Gelb○ RotStarke Abweichungen bleiben ungeklärt
○ Grün○ Gelb○ RotSteuerrücklagen reichen voraussichtlich nicht
○ Grün○ Gelb○ RotDie BWA liefert eine Ausgangsgröße. Die tatsächliche Rücklage hängt unter anderem von Rechtsform, steuerlichen Korrekturen und bereits geleisteten Vorauszahlungen ab.
Verwenden Sie keine allgemeine Prozentzahl als verbindliche Steuerberechnung. Stimmen Sie die Planungsannahmen bei wesentlichen Beträgen individuell ab.
Planen Sie Ein- und Auszahlungen nach Fälligkeit. Beginnen Sie mit sicheren Beständen, Steuerterminen, Löhnen und festen Verpflichtungen.
| Woche | Startbestand | Einzahlungen | Auszahlungen | Steuern | Endbestand |
|---|---|---|---|---|---|
| Woche 1 | |||||
| Woche 2 | |||||
| Woche 3 | |||||
| Woche 4 | |||||
| Woche 5 | |||||
| Woche 6 | |||||
| Woche 7 | |||||
| Woche 8 | |||||
| Woche 9 | |||||
| Woche 10 | |||||
| Woche 11 | |||||
| Woche 12 | |||||
| Woche 13 |
Eine feste Reihenfolge macht aus der Auswertung eine belastbare Unternehmer-Routine.
Zeitraum, Buchungsstand und fehlende Belege prüfen
Umsatz, Rohertrag, Kosten und Ergebnis vergleichen
Bank, Forderungen, Verbindlichkeiten und Rücklagen prüfen
Größte Veränderungen und Ursachen notieren
Verantwortung und Termin festlegen
Beratungs- oder Klärungsbedarf formulieren
Jede Analyse sollte in wenigen, klar verantworteten Maßnahmen enden. Weniger Maßnahmen mit Termin sind wertvoller als eine lange Wunschliste.
| Beobachtung | Ursache | Maßnahme | Verantwortlich | Termin | Status |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | |||||
| 2 | |||||
| 3 | |||||
| 4 | |||||
| 5 | |||||
| 6 | |||||
| 7 | |||||
| 8 |
Je konkreter die Frage und je vollständiger die Unterlagen, desto mehr Zeit bleibt im Gespräch für Einordnung und Entscheidung.
Die wichtigsten Begriffe in einem Satz - und Platz für Ihr persönliches Fazit.
Laufende betriebswirtschaftliche Auswertung auf Basis der Buchhaltung.
Leistung abzüglich direkt zurechenbarer Waren- oder Materialkosten.
Summen- und Saldenliste mit Bewegungen und Endsalden der Konten.
Liste noch offener Forderungen und Verbindlichkeiten.
Verfügbare Fähigkeit, fällige Zahlungen zu leisten.
Kostenposition im Verhältnis zu einer Bezugsgröße, meist Umsatz.
Addierte Werte vom Jahresbeginn bis zum Auswertungsmonat.
Differenz zwischen tatsächlichem und geplantem Wert.
Verstehen · Anwenden · Entscheiden